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Fraunhofer-Forscher präsentieren neuartiges Kino-Soundsystem
192 Lautsprecher für optimalen Klangeindruck im gesamten Wiedergaberaum
Die Ilmenauer Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Elektronische Medientechnologie AEMT führt am 19. Februar 2003 zum
ersten Mal ein neues Soundsystem im Ilmenauer Kino "Lindenlichtspiele" vor. Die Technologie, die auf
dem von der niederländischen Technischen Universität Delft erfundenen Prinzip der Klangfeldsynthese basiert,
ermöglicht den Forschern zufolge eine extrem realistische Audiowiedergabe in beliebigen Räumen.
Dafür werde ein spezielles Aufnahmeverfahren verwendet, das nicht nur den Ton an sich, sondern auch die
Schallcharakteristik des umgebenden Raumes mit aufzeichne. Anders als bei bereits existierenden Systemen
entstehe dabei jedoch nicht nur in einem kleinen Teil des Kinosaals ein optimaler Klangeindruck, sondern im
gesamten Wiedergaberaum. Der Zuschauer nehme somit Dialoge und Effektgeräusche unabhängig von der Position des
Sitzplatzes im Kino immer aus der richtigen Richtung und Entfernung und in der richtigen "Größe"
wahr.
Zum Testen und zur Präsentation des Systems statteten die Fraunhofer-Forscher in den vergangenen Wochen einen
Saal der Ilmenauer "Lindenlichtspiele" mit 192 Lautsprechern und umfangreicher Computertechnik aus. In
diesem Jahr sollen noch weitere Kinos in Deutschland und in Übersee mit dem neuen System ausgerüstet werden.
Durch die verbesserte Aufnahmetechnik bei der Klangfeldsynthese sollen sich weitere Anwendungsmöglichkeiten eröffnen,
etwa bei Großraumveranstaltungen. Auch im Heimkinobereich seien Weiterentwicklungen für die neue Art der
"optimalen Sound-Wiedergabe" geplant, allerdings nicht von heute auf morgen, sondern im Laufe der nächsten
Jahren. Technische Details wollen die Forscher erst am eingangs erwähnten 19. Februar im Rahmen einer nicht-öffentlichen
Demonstration bekannt geben.
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